Du nutzt ChatGPT, Claude oder ein anderes KI-Tool für deine Blogartikel? Mega, wir auch. KI kann dir beim Bloggen richtig viel abnehmen, Zeit sparen und es leichter machen.
Themenfindung, Struktur, erster Entwurf, alles kein Problem mehr – ein cooler Sparringspartner.
Aber mal ehrlich: Hast du schon mal einen KI-Text veröffentlicht und dich hinterher gefragt, warum der sich so komisch anfühlt? So glatt, so brav, so … nach allen und niemandem gleichzeitig? Die Aussagen auch echt falsch verstanden werden könnten, obwohl es sich echt gut liest?
Willkommen im Club. Uns ging’s genauso. Wir haben am Anfang auch gedacht: Prompt rein, Text raus, bisschen drüberlesen, fertig. Aber so geht das leider nicht, denn dann fehlt deinem Text das Herz – du.
Deshalb zeigen wir dir in diesem Artikel fünf Fehler, die wir bei unseren Kundinnen, in unserer Community und wir auch gemacht haben. Und natürlich auch, wie du es besser machst. Übrigens: Falls es für dich spannend ist, wie deine Artikel bei Suchmaschinen trotz KI relevant bleiben, lies hier rein.
Bevor wir einsteigen, kurz zum Elefanten im Raum.
Den ganzen Artikel von der KI schreiben lassen und nichts mehr anfassen
Ja, diesen Tipp hast du bestimmt schon 50-mal gehört. Deswegen machen wir hier keinen eigenen Punkt draus. Aber ansprechen müssen wir’s trotzdem, weil es einfach immer noch passiert und wenn es auch nur Passagen sind.
Das Ding ist: KI-Texte sehen auf den ersten Blick oft richtig gut aus. Sauber geschrieben, schön strukturiert, liest sich flüssig. Aber da ist keine Haltung drin. Keine Ecke, an der man hängen bleibt. Keine Geschichte, die im Kopf bleibt. Und deine Leser spüren das, auch wenn sie es vielleicht nicht benennen können.
Google merkt’s übrigens auch: Seit dem E-E-A-T-Update bewertet Google Inhalte nach Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Und reine KI-Texte ohne deine menschliche Einordnung? Die liefern das schlicht nicht. Eine Umfrage aus 2025 zeigt, dass über die Hälfte aller Konsumenten sagen, ihr Vertrauen in Online-Inhalte sei durch generative KI gesunken. Und CNET hat’s eindrucksvoll vorgemacht: 77 KI-Artikel veröffentlicht, 41 davon mussten nachträglich korrigiert werden. Autsch, ist wie schnell ein Pflaster abreißen…
Heißt das, KI ist tabu? Ne! KI ist ein fantastischer Sparringspartner für Gliederungen, Themenlisten und erste Entwürfe. Selbst wenn du am Ende 90% des Textes anders schreibst, ist das immer noch besser als eine leere Seite. Nutze die KI als Startrampe. Gegenlesen, umschreiben, eigene Erfahrungen reinpacken, das machst dann du.
So weit, so bekannt. Jetzt wird’s spannender, damit du es besser machen kannst.
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Fehler 1: Zu kurze, unspezifische Prompts
„Schreib mir einen Blogartikel über Zeitmanagement.“
Hand aufs Herz: Sieht dein Prompt auch so aus? Dann bekommst du auch genau nur das. Einen Text, der klingt wie von jeder x-beliebigen Website. Und beliebig ist das Schlimmste, was deinem Blog passieren kann. Oder?
Denn was passiert bei so einem Prompt? Die KI muss raten. Für wen schreibst du? Welchen Ton willst du? Was soll der Artikel bewirken? Bei „Schreib über Zeitmanagement“ gibt es tausende Richtungen, und die KI nimmt halt irgendeine. Die passt dann meistens ungefähr so gut wie ein Kleid von der Stange.
Stell dir mal vor, du gibst einer neuen Praktikantin die Aufgabe: „Schreib mal was über Zeitmanagement.“ Ohne ihr irgendwas über dein Business zu erzählen. Kein Wort über deine Zielgruppe, deinen Ton, dein Ziel. Was glaubst du, kommt da raus? Genau. Und der KI geht es ganz genauso.
So machst du es besser
• Beschreibe deine Zielgruppe so konkret wie möglich. „Selbstständige Frauen“ reicht der KI nicht. Sag ihr lieber: „Selbstständige Frauen zwischen 35 und 50, die seit einem Jahr einen Blog haben, aber nicht regelmäßig veröffentlichen, weil ihnen die Zeit und die Themenideen fehlen.“ Merkst du den Unterschied? Damit kann die KI arbeiten.
• Sag der KI, was der Artikel leisten soll. Soll er informieren? Motivieren? Eine Haltung zeigen? Ein Angebot vorbereiten? Das klingt nach einer kleinen Entscheidung, verändert aber den kompletten Aufbau und Ton des Textes.
• Gib deinen Ton vor und sag auch, was du nicht willst. Das ist oft der Gamechanger. Zum Beispiel: „Schreib locker und direkt. Keine Unternehmensfloskeln, kein Hype, keine Phrasen wie ‚ganzheitlich‘ oder ‚auf das nächste Level heben‘.“ Solche negativen Constraints verwandeln einen mittelmäßigen Output manchmal in einen richtig brauchbaren Entwurf.
Beispiel
Vorher: „Schreib einen Blogartikel über KI.“
Nachher: „Schreib einen verständlichen Blogartikel, der selbstständigen Frauen erklärt, wie sie KI sinnvoll beim Bloggen einsetzen. Tonalität: locker, direkt, ohne Fachjargon. Struktur: klare Zwischenüberschriften, konkrete Beispiele und ein kurzes Fazit am Ende.“
Der zweite Prompt ist keine Magie. Der ist einfach ein besseres Briefing und umfasst noch lange nicht alles, was da rein kann.
Und noch ein Tipp, den echt wenige kennen: Du kannst die KI bitten, deinen Prompt zu verbessern. Frag einfach: „Was müsste ich dir noch sagen, damit du einen richtig guten Blogartikel zu diesem Thema schreiben kannst?“ Probier das mal aus, du wirst überrascht sein, welche Fragen die KI dir dann stellt. So näherst du dich einem besseren Ergebnis schon mal an.
Fehler 2: Deine eigene Stimme und Persönlichkeit verlieren
Guter Prompt, solider Text, und trotzdem klingt er nicht nach dir. Kennst du das? Dieses Gefühl, wenn du den Text liest und denkst: „Ja, stimmt alles, aber das bin irgendwie nicht ich“?
Das ist das häufigste Problem beim Bloggen mit KI. Ohne richtig spezifische Vorgaben greift die KI auf so einen allerwelts Ton zurück. Korrekt, höflich, total langweilig und glatt. Und wenn alle in deiner Branche dasselbe Tool mit ähnlichen Prompts füttern, klingen am Ende alle Blogs gleich. In einem Meer aus KI-generierter Gleichförmigkeit ist Persönlichkeit dein echter Wettbewerbsvorteil. Echt jetzt.
Dazu kommt eine technische Sache, die viele nicht wissen: „Instruction Drift“ nennt sich das. Selbst wenn du am Anfang einen guten Ton vorgibst, fällt die KI bei längeren Texten gerne wieder in ihren Standard-Modus zurück. Absatz eins klingt nach dir, Absatz drei klingt nach Wikipedia. Kennste? 🙈
Und das hat echte Konsequenzen: Über 80% der Kunden sagen, dass eine authentische Markenstimme entscheidend für Vertrauen ist. Dein Ton ist also Identifikation und Vertrauen.
So machst du es besser
• Gib der KI dich. Das ist der wirkungsvollste Tipp überhaupt. Drei deiner besten Blogposts, Newsletter oder E-Mails reinkopieren und sagen: „Analysiere Ton, Satzstruktur und Wortschatz und schreib dann in diesem Stil.“ Klingt fast zu einfach, funktioniert aber erstaunlich gut.
• Erstelle eine „Das sage ich nicht“-Liste. Welche Wörter willst du nie in deinen Texten lesen? Wie locker bist du? Ist Humor erlaubt, und wenn ja, welche Art? Die KI braucht diese Leitplanken, weil sie ohne immer wieder in den Business-Neutral-Modus zurückfällt.
• Gib der KI eine Situation statt einer Aufgabe. Statt „Schreib einen Blogpost über Zeitmanagement“ lieber: „Hilf mir, einer gestressten Soloselbstständigen zu erklären, wie sie in 30 Minuten pro Woche ihre Blogartikel plant.“ Probier’s aus. Der Ton ändert sich sofort, weil die KI plötzlich ein Gegenüber vor Augen hat.
• Lies den fertigen Text laut vor. Klingt er, wie du sprichst? Würdest du das so einer Kundin erzählen? Wenn du beim Vorlesen stolperst, dann raus damit und einen Ton rein.
Übrigens: Sprache verändert sich, „aufs nächste Level bringen“ haste vor ein paar Jahren noch häufig gelesen, deshalb nutzt das KI auch gerne. Also pass deinen Wortschatz auch gerne ab und zu an. Ich habe immer ein paar Lieblingsadjektive, wie mega, großartig und genial, und dann fällt wieder eins raus und ein neues kommt dazu.
Fehler 3: Keinen eigenen Mehrwert einbringen
KI hat keine eigene Erfahrung. Sie basiert auf Mustern aus Trainingsdaten und gibt im Grunde wieder, was schon im Internet steht. Wenn dein Artikel nur enthält, was deine Leser*in auch direkt bei ChatGPT hätten fragen können, warum sollte er oder sie dann auf deinen Blog kommen?
Denn das ist das Problem: KI-Texte sind oft korrekt und gut strukturiert, aber es fehlt ihnen an Tiefe und Originalität. Besonders bei Content, der auf emotionaler Bindung oder spezifischem Fachwissen basiert, stößt KI an ihre Grenzen. Und ohne deine eigene Einordnung fehlt das „E“ für Experience in Googles E-E-A-T. Das heißt im Klartext: Wenn dein Content dasselbe sagt wie jeder andere Blogpost, greift Google (und übrigens auch die KI selbst bei ihren Antworten) lieber auf stärkere Quellen zurück.
So machst du es besser
• Erzähl von deinen echten Erfahrungen. Was hast du erlebt? Was hat eine Kundin umgesetzt, und was ist dabei rausgekommen? Solche Geschichten kann keine KI erfinden. Und genau die machen den Unterschied zwischen einem beliebigen Text und einem, der im Kopf bleibt.
• Zeig deine eigene Perspektive, auch wenn sie unbequem ist. „Davon halte ich nichts“ oder „In meiner Erfahrung funktioniert das ganz anders“ sind Sätze, die einen Blog lesenswert machen.
• Nutze die KI für die Vorarbeit, den Mehrwert lieferst du. Lass die KI recherchieren, was Leute in Foren zu einem Thema fragen, welche Unterthemen es gibt, welche Fragen offen sind. Das ist mega hilfreich. Und dann baust du daraus deinen eigenen Artikel mit deinem Wissen und deiner Einordnung.
Fehler 4: Masse statt Klasse produzieren
Boah, die Versuchung ist echt groß. KI macht das Produzieren so einfach, da denkst du schnell: Wenn ein Artikel in einer Stunde steht, warum dann nicht gleich vier?
Das Oxford College of Marketing bringt es ziemlich gut auf den Punkt: Das Ergebnis ist Content-Inflation. Mehr Output, weniger Bedeutung. Dein Content verschmilzt mit dem der Konkurrenz, deine Leser überfliegen oder schalten ab, und die Algorithmen erkennen das sinkende Engagement und reduzieren deine Reichweite. Dann hast du zwar vier Artikel im Monat veröffentlicht, aber keiner davon arbeitet wirklich für dich. Und das Gemeine daran: Es fühlt sich trotzdem produktiv an, weil du ja so viel „geschafft“ hast.
Also Qualität schlägt Quantität.
So machst du es besser
• Setz auf ein bis zwei richtig gute Artikel im Monat. Die aktualisierst du regelmäßig, verlinkst sie intern und teilst sie mehrfach über verschiedene Kanäle. Ein starker Artikel arbeitet über Monate für dich. Zehn mittelmäßige versanden nach einer Woche.
• Recycle deinen Content, statt ständig Neues zu produzieren. Aus einem guten Blogartikel lassen sich Newsletter, Social Media Posts und Podcasts ableiten. Das ist so viel smarter, als jede Woche bei null anzufangen.
• Frag dich vor jedem Artikel: Bringt das meinen Leser*innen wirklich was Neues? Wenn die ehrliche Antwort „naja, geht so“ ist, dann lass es lieber und investiere die Zeit in einen bestehenden Artikel, der ein Update vertragen könnte.
Fehler 5: KI-typische Floskeln und Stilmuster einfach drin lassen
Die kennst du auch, die Formulierungen, die vor einigen Jahren en vogue waren und jetzt kaum noch jemand nutzt, außer KI? Ätzend, denn inzwischen machen wirklich viele daran einen KI-Text aus, auch wenn das nicht immer stimmt. Also prüfe mal deinen Wortschatz, was du wirklich nutzt oder doch nur die KI.
Deine Floskel oder KI?
Dein Stil oder KI?
• Alle Sätze sind gleich lang. Menschliche Texte variieren stark. Mal ein langer Satz mit Nebensatz, dann ein kurzer. Dann wieder ein mittlerer. KI-Texte haben dagegen eine seltsame Gleichförmigkeit, die sich beim Lesen monoton anfühlt.
• Jeder Absatz ist gleich aufgebaut. Er beginnt sauber, behandelt ein Thema, endet sauber. Aber es gibt keine echten Übergänge zum nächsten Absatz. Das liest sich, als hätte jemand einzelne Textbausteine aneinandergereiht.
• Hilfsverben überall. „Werden“, „können“, „haben“ in jedem zweiten Satz. Vergleich mal: „Wir werden deine Träume erfüllen“ klingt ganz anders als „Wir erfüllen deine Träume.“ Spürst du den Unterschied?
• Gedankenstriche (–) als Allzweck-Stilmittel. KI setzt die ständig ein, wo ein Komma oder eine Umformulierung viel natürlicher wäre.
So machst du es besser
• Leg dir eine persönliche Floskeln-Verbotsliste an. Sammle die Wörter und Phrasen, die dir bei KI-Texten immer wieder auffallen und die du gar nicht nutzt, und schließe sie im Prompt explizit aus. Zum Beispiel: „Verwende keine Floskeln wie ‚in der heutigen Zeit‘, ‚zusammenfassend lässt sich sagen‘, ‚ganzheitlich‘. Verwende Gedankenstriche nur, wenn es stilistisch wirklich Sinn ergibt.“
• Variiere bewusst die Satzlänge. Wenn du merkst, dass alle Sätze ungefähr gleich lang sind, brich das auf.
• Ersetze Hilfsverben durch aktive Verben. „Du kannst deinen Blog optimieren“ wird zu „Optimiere deinen Blog.“ Klingt sofort lebendiger und direkter. Geh den Text einmal durch und schau, wie viele „werden“, „können“ und „haben“ du findest. Meistens sind es mehr als du denkst.
• Frag dich bei jedem Absatz: Würde ich das genauso sagen? Wenn die Antwort nein ist, schreib den Absatz in deinen Worten um. Das dauert pro Absatz vielleicht zwei Minuten, macht aber den Unterschied zwischen „klingt nach KI“ und „klingt nach mir“.
KI ist und bleibt unser liebstes Werkzeug. Sie darf recherchieren, sortieren, Ideen liefern und erste Entwürfe schreiben. Aber den fertigen Artikel veröffentlichen? Das machen wir selbst. Mit unserer Stimme, unseren Geschichten und unseren Ecken und Kanten.
Und jetzt mal ehrlich: Welche KI-Floskel geht dir am meisten auf die Nerven? Bei uns ist es „Wir bringen dich aufs nächste Level…“, da kriegen wir jedes Mal einen kleinen Schreikrampf 😂 Was ist denn das nächste Level??????
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