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Automatisierung für dein Business: Interview mit Miriam Striepe

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Automatisierung für dein Business: Interview mit Miriam Striepe

Miriam Striepe, virtuelle Assistentin und Expertin für Automatisierung, teilt im Interview ihre Expertise mit uns: Wann ist der perfekte Zeitpunkt für Automatisierungen? Welche Automatisierung kann man schnell umsetzen, auch wenn man nicht technikaffin ist? 

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Hallo liebe Miriam, herzlich willkommen und schön, dass du bei uns bist. Wir haben heute ein paar Fragen für dich. Fangen wir doch mal an mit: Wer bist du und was machst du?

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Erst mal vielen Dank, dass ihr mich eingeladen habt. Ich freue mich sehr darüber. Ja, ich bin Miriam. Ich bin mittlerweile 41 Jahre alt. Ich fühle mich gar nicht so, aber ja, es ist so. Ich habe eine 4 davor *lacht* Ich habe zwei Kinder, zwei Jungs. Der Große ist jetzt 12 geworden. Also da sind wir jetzt am Anfang der Pubertät. Der Kleinste wird jetzt 6 in drei Wochen und kommt dann nächstes Jahr in die Schule. Ich bin verheiratet. Was bei uns auch das Besondere ist: Wir leben mit meiner Großmutter zusammen, die ist 91 und ich bin quasi Pflegeperson für sie. Ich habe sozusagen kombiniert für die Kinder da zu sein und für die Oma, daher der Sprung in die Selbstständigkeit. Ich habe die Elternzeit meines zweiten Sohnes genutzt, über dieses Thema nachzudenken: wie soll es denn für mich beruflich weitergehen? Ich habe vorher in der Bank gearbeitet. Da habe ich mich weniger mit Fonds beschäftigt, da habe ich mich auch schon eher mit dem ganzen Technikgedöns beschäftigt. Da war ich immer die Ansprechpartnerin und habe zum Schluss auch beim Betriebsrat gearbeitet, habe da ganz viel mit organisiert.

Und als ich dann aber in der zweiten Elternzeit war, habe ich gesagt: „Okay, ich bleibe die drei Jahre auf jeden Fall zu Hause“ und merkte in den drei Jahren eigentlich: „Das passt nicht mehr.“ Meine Oma wurde älter, zwei Kinder, das Haus,… Dann habe ich immer mehr darüber nachgedacht und die Elternzeit sogar noch mal verlängert, also unbezahlt sozusagen. Und dann habe ich irgendwann gesagt: „Nein, also irgendwie möchtest du gerne was von zu Hause machen“ und bin auf die Suche gegangen. Habe dann bei Lena Busch das Programm gebucht und mich als virtuelle Assistentin selbstständig gemacht und wusste vor ca. einem Jahr, wo es dann mit der Selbstständigkeit anfing und ich auch mit dir, Nina, an der Website anfing zu basteln, noch nicht so richtig: Wo will ich denn eigentlich hin? Da hat sich ganz, ganz viel im letzten Jahr getan, worüber wir ja gleich reden werden.

Was ist Automatisierung und wie hilft es mir?

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Du hast noch gar nicht gesagt, was jetzt dein Business-Thema ist.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Achso, ja. Mein Thema ist Automatisieren und dafür brenne ich. Ich möchte selbstständigen Frauen, die vielleicht nicht so technikaffin sind oder auch einfach gar keine Lust haben, sich da einzuarbeiten, das Thema greifbarer machen und wirklich auch die Scheu davor nehmen, da mal hinzugucken. Es kann so viel erleichtern! Im Businessalltag als auch wirklich im Familienalltag. Es kann diesen Mental Load auch wegnehmen, wenn man sich traut, erst mal ranzugehen.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Kann man irgendwie vereinfacht sagen, was jetzt Automatisierung genau bedeutet?

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Ich habe ja die Ausbildung bei Sandra Hoffmann gemacht und die hat gesagt: Alles, was sie mehr als zwei Mal macht, wird automatisiert oder zumindest wird ein Weg gesucht, es irgendwie zu automatisieren oder zu vereinfachen. Automatisierung heißt also, dass man die Dinge nicht zwei Mal machen muss. Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, klar.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Das bedeutet im Prinzip: Ich habe einen Prozess und die Technik nimmt mir das ab, richtig?

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Genau, wir lassen die Technik für uns arbeiten.

Was sollte ich zuerst automatisieren?

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Das ist ein spannendes und super außergewöhnliches Thema. Hast du denn, wenn man so wie ich (und Johanna glaube ich auch) noch so gar nichts automatisiert hat und sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat, irgendwas, wo du sagst: Das ist das Ding, was ich immer als erstes mit meinen Kundinnen optimiere / automatisiere?

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Das erste ist der Kunden-Onboarding-Prozess. Alle haben irgendwie ein Kalender-Tool auf der Website, dann wird ein Erstgespräch gebucht. Was will ich denn eigentlich, was nach dieser Buchung passiert? Klar, ich will, dass der- oder diejenige erinnert wird. Ich will die Kontaktdaten schon mal haben. Der Kunde ist immer ein anderer, aber dieser Prozess ist ja immer der gleiche. Es werden gewisse Dinge immer wieder abgefragt und meistens bekommt man dann manuell eine E-Mail geschickt: So, hier hast du schon mal ein Formular, füll doch schon mal ein bisschen was aus. Das ist zum Beispiel schon das erste, was automatisch laufen kann. Also dass ich eine personalisierte E-Mail verschicke mit: Mensch schön, dass du das Erstgespräch gebucht hast, aber damit ich mich gut vorbereiten kann, brauche ich noch ein paar Infos von dir. Hier hast du ein Formular, wo du deine Daten eintragen kannst, ich muss dann nichts machen. Das läuft alles automatisch durch einen sogenannten Trigger, also Auslöser. Und der Auslöser ist dann die Terminbuchung. Und was auch gut ist: Ich vermeide Rechtschreibfehler. Denn was machen wir? Wir gucken, okay, wie heißt denn die Kundin? Dann machen wir Copy und Paste. Bei Copy und Paste geht vielleicht von Schmidt hinten das T verloren … Wenn die Daten automatisch durch die Technik weitergeleitet werden, passieren diese Fehler gar nicht. Der Onboarding-Prozess ist der erste Prozess, den man sich anguckt und der meistens nicht automatisch läuft.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Das heißt im Prinzip alles, was ich häufiger mache, sollte ich mir einfach mal aufschreiben und darüber nachdenken, ob ich das nicht automatisieren möchte.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Genau, das ist tatsächlich auch eine Aufgabe, die ich gebe. Dass man alles mal aufschreibt: Was mache ich denn eigentlich? Was verschicke ich manuell? Z.B. Verträge. Natürlich ist jeder Vertrag ein bisschen anders. Aber auch dafür kann ich mir Bausteine anlegen und mit einem Klick sagen: Gut, die Kundin hat sich für das und das interessiert, also nimm diese Vorlage. Das einzige, was natürlich gemacht werden muss, ist, dass man das Erstgespräch führt. Das geht nicht automatisch. Und danach: Ist es ein Kunde geworden oder nicht? Dann zum Beispiel in einem Google Sheet ein J eintragen. Und dieses J startet dann die weitere Automation, die dann zustande kommt, wenn es in die Zusammenarbeit geht. Zum Beispiel: Hier sind deine Verträge. Hier ist noch mal das, was wir besprochen haben. Hier ist die Aufzeichnung. Die Aufzeichnung wird natürlich automatisch an einen vereinbarten Ort hochgeladen. Also das ist grenzenlos.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Mega spannend. Da haben Johanna und ich noch großen Aufholbedarf.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Genau. Also ich könnte euch jetzt ja mal fragen: Was passiert denn mit der Zoom-Aufzeichnung, wenn ihr eine Zoom-Aufzeichnung macht? Wo landet die denn als Beispiel?

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Die wird zumindest hochgeladen bei Zoom in die Cloud und danach manuell eingetragen in unsere Community. Jetzt sind wir ertappt worden. *lacht*

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Ja, mittlerweile haben Zoom und Vimeo eine eigene Integration. Das war nicht immer so, früher musste man das auch manuell automatisieren. Aber letztendlich ist das ja auch eine Automatisierung, dass ich sage: Okay, ich lasse es automatisch zu Vimeo hochladen. Und dann kann man zum Beispiel, wenn man jetzt eine virtuelle Assistenz hat, die das Video noch bearbeiten soll, dann kann sogar autmatisch eine E-Mail verschickt werden, sobald das Video bei Vimeo hochgeladen ist: „Liebe VA, hier jetzt das Video. Bitte mach doch mal ein Transkript draus. Und wenn das fertig ist, dann schick es doch bitte der Kundin XY.“ Diese Anweisungen können alle automatisch laufen, weil der Name XY aus dem Termin gezogen wird, also da muss man nicht mehr ran. Es ist traumhaft.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Ja, auf jeden Fall. Das klingt auch so. Also lustigerweise nutzen wir alles, was in unseren Tools selber an Automation drin ist. Bei Clickup zum Beispiel haben wir ein paar Automationen. Und die Automation mit Zoom zu Vimeo, da bin ich schon froh, dass ich das mittlerweile nicht mehr selber machen muss.

Wann starte ich am besten mit Automatisierung?

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Aber wenn man jetzt Business-Starterin ist, dann weiß man ja am Anfang noch gar nicht, was man regelmäßig machen wird. Wann würdest du denn sagen, ist der richtige Zeitpunkt? Gibt es überhaupt einen richtigen Zeitpunkt, mit Automation zu starten?

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Das kann man pauschal nicht sagen. Ich habe tatsächlich viele Kund*innen, die wirklich gerade erst starten. Klar, die müssen offen dafür sein. Oft sind es ja welche, die eine Art Leidensdruck haben. Nach dem Motto: Meine Zeit reicht nicht mehr aus und jetzt muss ich gucken, wie ich meine Prozesse automatisieren kann, damit ich diesen ganzen Backoffice-Kram nicht mehr habe. Aber tatsächlich habe ich auch einige, wo ich sage: Guckt euch die Prozesse von Anfang an an, also fangt gar nicht erst an, schludrig zu sein. Aber wie sagt man so schön, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe. Meine eigenen Prozesse sind längst noch nicht so optimiert, wie sie sein könnten. Aber ich guck mir halt wirklich mit denen die Prozesse an und frage: Wie möchtest du es denn haben? Wie ist es denn für dich leicht? Wenn ich alles manuell verschicken muss, ist das ja verschenkte Zeit, die ich nicht bezahlt bekomme. Es sind ja auch so Sachen wie: Wie kommen denn die Rechnungen in die Buchhaltung? Wie werden die Angebote geschrieben? Wie werden die Rechnungen geschrieben? Das sind ja auch alles Dinge, auf die wir keine Lust haben.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Ja, das kostet viel Zeit.

Beispiele für Automationen

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Im Training bei Sandra Hoffmann haben wir automatisiert, dass Instagram-Beiträge automatisch in Trello gesichert werden. Also etwas zum Thema Content-Recycling, was ja in eurem Bereich interessant sein könnte. Und tatsächlich ist das auch eine Automatisierung, die Business-Starterinnen nutzen können, ohne einen Cent in die Hand zu nehmen. Und zwar mit dem Tool Zapier. Zapier lässt die Programme miteinander sprechen, die sonst nicht miteinander sprechen würden oder keine eigenen Automatisierungen haben. Und dort gibt es halt die einfachen Automatisierungen, die jetzt noch einfacher geworden sind, weil seit kurzem die KI mit drin ist. Ich brauche jetzt also nur noch schreiben: Ich möchte das und das und der macht mir Vorschläge, wie ich die Automation baue.

Also zu der Frage, ob auch Frauen das nutzen können, die Angst davor haben, selber was zu bauen: Ja, weil das so einfach ist mittlerweile. Jetzt könnte man zu meinem Business sagen: „Dann hast du dir jetzt irgendwie die falsche Nische ausgesucht, weil das kann ja jetzt jeder selber machen.“ Aber es gibt ja irgendwann immer mehr Automationen, die man bauen möchte. Und es gibt immer noch, ich sage mal Hintertürchen. Manche Autmationen muss man über einen sogenannten Webhook machen. Das ist sehr technisch. Und das sind natürlich Dinge, die wollen Business-Starterinnen oder auch die, die sich mit der Technik nicht auseinandersetzen, nicht selber bauen. Aber es ist so viel auch wirklich in der Basisversion möglich, ohne dass ich für Zapier etwas bezahlen muss. Fünf Automationen pro Monat sind frei und dann gewisse Aufgaben. Kann man einfach mal ausprobieren. Einfach gucken, ist das überhaupt was für mich und habe ich da Lust drauf?

Ich habe auch erst gedacht: „Oh, die Pro-Version kostet 80 € im Monat. Das dauert, bis ich das ausgebe.“ Ich glaube, es hat zwei Wochen gedauert. *lacht* Ich wollte immer mehr automatisieren und dann war halt einfach die Pro-Version notwendig. Aber für so eine einfache Geschichte wie „Ich möchte meinen Content von Instagram und Facebook in einem Trello Board speichern“ – da reicht die kostenlose Variante. Einfach mal, um in einem Jahr zu gucken, was habe ich denn letztes Jahr Weihnachten so gepostet? Kann ich davon was wieder verwenden? Oder auch einfach nur, um den Content zu sichern. Denn da gab es zuletzt ja auch wirklich viele, deren Instagram-Accounts gehackt worden sind… Also diese Automation haben wir uns innerhalb von einer Viertelstunde im Training selber gebaut.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Also ein paar der Automationen, die du erwähnt hast, haben wir dann doch schon. Aber ich stelle immer mal wieder fest, dass die eine oder andere Automation nicht funktioniert. Spätestens dann ist es bei mir so, ich bin aufgeschmissen, weil ich habe jetzt keine Ahnung, warum das nicht funktioniert. Das heißt, ich habe das dann vielleicht schön gebaut, aber dann klappt es nicht. Wenn ich dich jetzt beauftrage, dann sorgst du im Umkehrschluss dafür, wenn ich da so ein Problemchen habe, dass das wieder läuft, Miriam? *lacht*

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Genau. Man kann es in zwei Varianten machen. Ich baue es am liebsten immer mit meinem Kunden selber. Also so, wie Nina und ich es mit meiner Website gemacht haben. Das ist mir am liebsten, weil diejenige dann versteht, wie die Prozesse laufen und vielleicht auch die eigenen Prozesse noch mal hinterfragt und kleine Dinge selber ändern kann. Zum Beispiel: Ein Speicherort hat sich geändert, dann kann man mal schnell den Ordner anpassen. Oder andersherum, du hast was gebaut und irgendwie läuft was nicht, dann bin ich auch die Ansprechpartnerin. Oft sind das Dinge, die kann man in einer Viertelstunde lösen. Und was total gut ist, dass ich halt auch immer den direkten Draht zu Sandra Hoffmann habe. Die hat ja eine Community für alle, die eine Ausbildung bei ihr gemacht haben. Dort haben wir auch ein Mal im Monat einen Case Study Call. Da kann ich auch Probleme, die ich mit einer Kundin habe, einreichen – natürlich immer im Einverständnis -, wo wir dann gemeinsam durchgehen und auch gravierendere Probleme lösen.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Sehr cool. Also ich höre raus, wenn die Prozesse einmal aufgesetzt sind, lohnt es sich auch für die Zeitersparnis. Und ich glaube, das weiß jeder, der einmal mit Kunden ausgelastet ist, wie viel Zeitaufwand das ist, die einzelnen Dinge immer auf dem Schirm zu haben. Es geht ja gar nicht darum, dass ich den Vertrag vielleicht suchen muss. Der liegt vielleicht da, wo ich ihn feinsäuberlich abgelegt habe. Aber ich muss ja immer auf dem Schirm haben, dass ich die Dinge auch alle pünktlich rausschicke, dass mein Kunde oder meine Kundin halt nicht wartet. Es lohnt sich also von Anfang an, die ein oder andere Automation schon zu haben, höre ich gerade raus. Mir gar keine Gedanken machen zu müssen.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Genau. Ich fange ja auch von Anfang an, mir eine Kunden-Datei zu erstellen. Sehr praktikabel ist halt wirklich eine Tabelle, wo jetzt alle denken, das ist ja Oldschool, aber von da aus lassen sich halt einfach Automationen verteilen. Dann habe ich halt auch Dinge einfach an einem Ort. Ich muss halt nicht überlegen: Mit wem habe ich denn mal zusammengearbeitet? Was hat sie denn alles bei mir gekauft? Und wann startete denn eigentlich die Zusammenarbeit? Wenn du als Coach deinen Terminkalender voll hast, dann hast du natürlich sehr, sehr viel auch abzurechnen. Wenn das alles automatisiert bei z.B. Lexoffice reinläuft, vielleicht sogar direkt weiter zum Steuerberater läuft, dann bin ich natürlich eine Riesenlast los. Du kannst z.B. auch deine Stunden tracken und direkt in die Rechnung reinlaufen lassen. Also all diese Sachen, die andere sich dann mit Zettel und Stift aufschreiben, was unglaublich viel Zeit raubt, wenn du dann Rechnungen schreibst. Das fängt ja im ganz kleinen an bei den üblichen Sachen, die man monatlich abzuarbeiten hat, und geht dann bis hin zu großen Sachen wie Content.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Das fand ich jetzt super, super spannend. Denn das ist ja tatsächlich so, wir recyceln den Content natürlich, weil es einfach und sinnvoll ist, aber den dann auch direkt abzuspeichern in einem Trello-Board ist natürlich total genial. Nina, schreib mal auf *lacht*

Automatisierung und KI

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Und spannend ist auch noch, da bin ich persönlich noch nicht so tief eingestiegen, denn ich habe noch kein Chat-GPT in der Bezahlversion: Es ist jetzt auch möglich, Chat-GPT in der Bezahlversion in Zapier einzubinden. Und ich kann dann quasi aus Content, den ich in irgendeiner Form erstellt habe, mit bestimmten Prompts, die ich vorher festlege, irgendwelche Newsletter oder auch lustige Sachen machen. Man kann sich auch selber lustige Nachrichten schicken lassen bei jedem Verkauf.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Motivations-Mails.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Ja, mit Content kann man ganz viel machen. Zum Beispiel: Bitte erstelle aus meinem Blogartikel eine Content-Planung für drei Instagram-Posts. Das kann ich mit Chat-GPT machen und mir das dann wo auch immer hinschmeißen: entweder wieder in ein Trello-Board oder wo ich das hin haben will. Da brauche ich aber sowohl Zapier als auch Chat-GPT in der Bezahlversion.

Viele scheuen sich ja immer noch vor der KI. Das höre ich auch immer wieder, dass die KI irgendwann die Arbeitsplätze gerade von virtuellen Assistenzen wegnehmen wird. Der Ansicht bin ich gar nicht, weil es wird immer Unterstützung gebraucht werden. Wenn ich der Maschine nicht sage, was ich will und nicht die richtige Anweisung gebe, dann kommt da auch nichts Nützliches raus.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Genau. Es ist immer so, wenn jemand fragt: „Oh Johanna, texten, kann das jetzt nicht die KI?“ Nein, kann sie nicht. Wer Content aus der KI postet, der wird auch keine Kunden gewinnen. Das ist schlicht und ergreifend so und deswegen mache ich mir da auch überhaupt keine Sorgen. Vor allem muss ich ja auch wissen, wie ich die KI anwende, da Content raus ziehe und vernünftig damit arbeite. Das eine ersetzt das andere in keinster Weise. Es braucht nach wie vor, trotz der super Technik, ein Hirn, was auch testet, ob es richtig und gut ist. Ob es zur individuellen Strategie auch einfach passt.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Das beste Beispiel ist tatsächlich ein Post von Lena [Busch], weil ich habe ganz viel versucht, einen Post über mich zu erstellen, auch mit der KI. Ich hatte dann aber immer wieder keine Zeit und hab’s immer wieder weggeschoben. Und Lena hat jetzt für ihren Beitrag tatsächlich Sachen aus dem persönlichen Gespräch genommen. Und da habe ich dann wieder gemerkt: Ja, das ist mein gesprochenes Wort, das ist das, was ja letztendlich auch ich ihr rübergebracht habe und was sie von mir wahrgenommen hat. Und das konnte mir die KI gar nicht geben.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Die trifft halt deinen Ton nicht.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Ja, genau. In der Zeit, wo ich in der Bank gearbeitet habe, haben mich irgendwelche Entwicklungen von Fonds oder irgendwelche neuen Finanzprodukte null interessiert. Ich habe eher überlegt, wie kann man denn die Prozesshandbücher noch besser schreiben und habe mich mit irgendwelchen Leitfäden und Präsentationen beschäftigt. Und das hat sie [Lena] halt echt cool rübergebracht. Und das ist ja auch das, wofür ich so brenne. Aber das konnte mir die KI nie auswerfen. Das war wieder der beste Beweis. Wir brauchen immer noch unsere Kompetenzen. Die KI wird uns auch nie Webseiten bauen, die wirklich das rüberbringen, was wir vermitteln wollen.

Was ist, wenn ich Angst vor Technik habe?

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Absolut. Aber wenn wir jetzt über Automationen und KI sprechen, da weiß ich, da würden ganz viele sagen: „Oh Gott, Technik!“ Also bei mir ist es so, wenn ich mit meinen Kundinnen an Websites arbeite, dass dann ganz oft kommt: „Oh Gott, ich habe Angst, da was kaputt zu machen“. Das kennst du bestimmt auch, Miriam, oder?

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Ja, und das ist halt das Schöne. Man kann mit Zapier zum Beispiel so viel testen. Solange ich die Automationen nicht live stelle, passiert da überhaupt nichts. Und ich teste das ja dann am Anfang nur mit meiner EMail-Adresse, wenn es jetzt zum Beispiel ums EMail verschicken geht. Also ich kann mich da ausprobieren mit meinen eigenen Sachen, bevor das an den Kunden live geht, dass ich da nichts kaputt machen kann.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Aber bei Lead Ads, da steckt Geld hinter…

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Aber da testet man den ZAP vorher auch. Wenn wir den eingerichtet haben, wird der auch ein Mal getestet, ob der funktioniert und ob wirklich die E-Mails rausgehen und die E-Mail-Adresse auch wirklich im Newsletter landet. Ich glaube, da muss man sich tatsächlich einfach ran trauen.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Im Notfall weiß man ja dann, man kann sich an dich wenden und nachfragen. Wobei es natürlich die bequeme Variante ist, wenn du es einrichtest. Das muss man sagen.

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Miriam
Man muss ja auch nicht alles können. Ich habe gerade auch wieder ganz viele, die mich zum Thema Webseiten fragen und sagen: „Na ja, du baust ja auch an deiner Seite“ und dann sage ich: „Ja, aber ich habe es gezeigt bekommen, ganz gezielt an meiner Webseite.“ Ich bin keine Webdesignerin … Aber ich kenne dann jemanden und glaube, das ist halt wichtig. Ich muss nicht alles selber können. Ich kann dann immer fragen. Aber wie gesagt, ran trauen und dann halt auch den Mut haben: „Okay, wenn ich was kaputt mache, rufe ich an“.

Nina Obermüller, Blogmentorin

Nina
Also aus meiner Erfahrung heraus ist es einfach so, dass es sehr hilfreich ist, wenn meine Kundinnen eine Basis selber wissen, damit sie ein bisschen nachvollziehen können, was ich mache, und das grundsätzlich verstehen. Aber wenn es dann wirklich an komplexere Probleme geht, dann bin ich halt die Ansprechpartnerin, bei dir wird es dann genau so sein. Also ich finde das super, dass du sagst, du erklärst die Basics, damit man versteht, wie das Ganze denn funktioniert. Wie kommen denn die Sachen von Tool A zu Tool B und wie tickt Zapier? Zapier ist, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, wirklich, wirklich einfach und anfängerfreundlich.

Johanna Adolphs-Kenning, Blogmentorin

Johanna
Das habe sogar ich verstanden. *lacht* Das finde ich super, dass man einfach diese Basis versteht. Das nimmt einem auch so ein bisschen die Angst. Und wenn man dann aber noch die Experten im Hintergrund hat, wo man weiß, das ist meine Ansprechpartnerin, an die kann ich mich immer wenden, dann ist das halt super.

Vielen, vielen Dank für das tolle Interview, liebe Miriam!

Miriam Striepe, Expertin füt Automatisierung im Business

Über unsere Interviewpartnerin

Miriam Striepe ist virtuelle Assistentin und Expertin für Automatisierung mit Zapier. Sie unterstützt selbstständige Frauen dabei, ihre Arbeitsabläufe zu optimieren und ihre kostbare Zeit zurückzugewinnen. 

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